Projekt Soundkarate im Tulla-Gymnasium

Projekt Soundkarate im Tulla-Gymnasium

Montag, 24.7.2017 – ein ganz normaler Tag? Nicht am Tulla-Gymnasium Rastatt und besonders nicht für 13 Schülerinnen und Schüler der Klasse 5-7, die um 9.00 Uhr etwas aufgeregt in der Turnhalle zusammengekommen waren, um im Rahmen der Projekttage das Soundkarate kennenzulernen. Soundkaratetrainer des Rastatter SC/ DJK e.V. Michael Hampfler hatte sich die beiden Tage extra Urlaub genommen, um den Gymnasiasten diese Sportart näher zu bringen, Tanja Langguth, Lehrerin am Tulla-Gymnasium, assistierte dabei.



Michael Hampfler ließ die 13 Eleven zunächst auf einer Linie Aufstellung nehmen und begrüßte sie anschließend stilecht mit japanischer Ansage und den dazu nötigen Erklärungen. Es folgte auch die Erklärung einiger Besonderheiten des Soundkarate, das in Baden-Württemberg auch als Schulsportart zugelassen ist. Im Gegensatz zum klassischen Karate liegt der Schwerpunkt nicht nur auf Kata (stilisierte Kämpfe nach genau festgelegten Abläufen gegen einen imaginären Gegner) und Kumite (Kampf ohne vorherige Absprache, im Kinderkarate meist gegen Bälle auf einer Übungsstange), sondern auch auf Bewegungsparcours und Koordinationsspielen, die auch Teil der Gürtelprüfungen sind.

Und damit begann nur auch die Trainingseinheit für die Tullaner. Nach einem Aufwärmspiel wurde ein Parcours aufgestellt, der eine Rolle vorwärts, eine Rolle rückwärts, Sprünge mit gleichzeitigem Armkreisen, Spinnengang, Slalomlaufen sowie das Durchklettern von Hindernissen und das Überspringen von Übungsstangen umfasste. Nach einigen Durchgängen – der Parcours war nicht so leicht, wie er aussah – durften alle, die wollten, einen Durchlauf auf Zeit probieren. Den schnellsten Durchgang schaffte ein Sechstklässler, der eher flog als rannte.





Anschließend waren erste Technikübungen an der Reihe. Zunächst musste die Grundstellung, vor allem der stabile Stand, geübt werden. Danach folgten die Bewegungsmuster, für die Verteidigung, von Gedan Barai und Age Uke. Doch damit nicht genug. Nach ausgiebigem Üben und dem Spiel Ameisenbär, bei dem vom Ameisenbär (Fänger) erwischte Ameisen von zwei Mitspielern zu Stationen getragen werden müssen, wurden die Abläufe mit Musik geübt. Dies erforderte ein hohes Maß an Konzentration, da sowohl auf saubere Bewegungen als auch auf den Rhythmus geachtet werden musste.



Wie im Flug verging der erste Tag. Am zweiten Tag lag der Schwerpunkt auf dem Wiederholen der erlernten Bewegungsabläufe, dem Anwenden an der Übungsstange mit Ball und auf diversen Selbstverteidigungstechniken, die erst gezeigt und dann mit einem Partner geübt wurden. Geprobt wurde zunächst, wie man sich aus dem Griff eines Gegners befreien kann, anschließend, wie man sich vor Schlägen schützen kann. Beim Üben wurde immer wieder klar, wie wichtig es ist, den stabilen Stand und die Abwehrhaltung zu beherrschen. Zum Abschluss durften sich die Schülerinnen und Schüler noch beim Wäscheklammerspiel austoben. Trotz Muskelkaters und einiger blauer Flecken waren die Teilnehmer sich am Ende einig – es hat allen wahnsinnig Spaß gemacht.




Wir hoffen, dass aufgrund der positiven Resonanz das Soundkarate als AG – eventuell sogar im Rahmen der Ganztagsschule – angeboten werden kann und dass sich viele interessierte Schülerinnen und Schüler finden werden, die Spaß an dieser Sportart haben.
Ein herzliches Dankeschön geht jedenfalls an Michael Hampfler, der sich sofort dazu bereit erklärt hatte, das Projekt zu leiten, der das nötige Material herangeschafft und sich ein abwechslungsreiches Programm ausgedacht hat.

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